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Arbeit mit Jungpferden – Teil 1: Abwechslung

  • Arbeit mit jungen Pferden Teil 1
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Einer der für uns wichtigsten Punkte bei der Arbeit mit jungen Pferden: Abwechslung. Nicht falsch verstehen. Die Abwechslung ist uns über alle Altersklassen hinweg ein Anliegen. Ob Grand Prix Pferd oder Shetlandpony, ob Schulpferd oder Spitzensportler.

Kein Pferd sollte Tag ein Tag aus nur den Weg in die Reithalle und in den Longierzirkel zurücklegen.

Was wir unter Abwechslung verstehen und wo wir Grenzen und Schwierigkeiten sehen, wollen wir euch in unserem diesem Blogartikel zeigen.

Ein Überblick über das Arbeit mit jungen Pferden

Arbeit mit jungen Pferden Teil 1 Arbeit mit jungen Pferden Teil 1

„Klar ermögliche ich meinem Pferd Abwechslung. Es kommt doch jeden Tag in die Führmaschine!“ Hey, spitze! Dein Pferd kennt also den Weg zur Führmaschine und sogar den zur Reithalle? Ein beneidenswertes Leben. Bei unseren jungen Pferden, die zumindest die ersten zwei Jahre ihres Lebens komplett auf der Weide verbracht haben, ist uns immer folgendes wichtig. Der „Bruch“ im Tagesablauf darf nicht allzu drastisch verläuft.

Erst 24 Stunden Weide und dann 23 Stunden Box und eine Stunde longieren oder reiten. Selbst der absolute Laie wird hier feststellen, dass kein Pferd in dieser einen Stunde bereit ist, dauerhaft Bestleistungen zu zeigen.

Der 3 jährige Hengst Fino

Natürlich muss auch hier der Tagesablauf individuell an das jeweilige Pferd angepasst werden. Es ist klar, dass Fritzis 3-jähriger Hengst Fino nicht den ganzen Tag mit einer Herde anderer Pferde draußen stehen kann.

Hierbei steht nicht nur das Wohl des eigenen Pferdes, sondern auch das Wohl der anderen Pferde im Vordergrund. Wir haben es logischerweise nicht darauf ankommen lassen. Allerdings würden wir unsere Pferde mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9% nicht im gesunden Zustand vorfinden, sollten wir einfach mal alle zusammen heraus lassen.

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Trotzdem: auch ein 3-jähriger, gekörter Hengst muss seinen Kindskopf ausleben können. Deshalb kommt Fino täglich stundenweise auf die Weide. Alleine, aber mit unseren Wallachen als Nachbarn.

Der Tagesablauf eines Wallachs

Die Gestaltung des Tagesablaufs eines Wallachs gestaltet sich hier schon deutlich einfacher. Nicoles 4-jähriger Wallach Diaradox kommt täglich mit drei anderen Pferden von 9-14 Uhr auf die Weide. Aber auch dieser Zustand muss pferdeindividuell begutachtet werden.

Der 15 Jährigen Pferde und der 3 jährige Roxi

Ein 15 jähriges Pferd, welches die letzten 13 Jahre alleine auf der Weide stand muss anders behandelt werden. Diesen von einen auf den anderen Tag in einer Herde mit 35 anderen Pferden zu stellen halten wir für gewagt. Eine vorsichtigere Herangehensweise wäre sinnvoller. Roxi hingegen hat die ersten drei Jahre seines Lebens auf der Weide mit Gleichaltrigen verbracht.  Sie ist bestens sozialisiert und konnte so nahtlos an seine vorige Zeit anknüpfen.

Nicht nur Weide und Paddock, sondern auch die tägliche Arbeit sollte sich als abwechslungsreich gestalten.

Longieren, mit und ohne Ausbinder, Arbeiten auf dem Reitplatz oder in der Halle, ausreiten, Freilaufen und Freispringen, Führmaschine, die Möglichkeiten sind vielfältig! Bei unseren jungen Pferden kommt natürlich nicht alles direkt in Frage, da bei aller Liebe zur Abwechslung auch das Thema Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden darf. Aktuell sind wir mit beiden Pferden so weit, dass wir nach getaner Arbeit, wenn die erste Kraft schon verbraucht ist, eine Schrittrunde im Gelände drehen. Nicht alleine, sondern mit unseren Mamis dabei, die uns je nach Tagesverfassung auch an der Longe führen.

Kurz gesagt zum Thema Arbeit mit jungen Pferden:

Wir versuchen unseren Pferden den Alltag so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Trotzdem haben auch wir unsere Grenzen, denn unsere Pferde, von denen wir auch einiges an Leistung verlangen, kommen nicht bei schlechten Böden raus. Und wir reden hier nicht von einem leichten Sommerregen, sondern von hartgefrorenem, unebenem Paddockboden. Natürlich, einen Sehnenschaden kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit durch eine noch so blöde Bewegung kassieren, unnötig fördern wollen wir diese Krankheiten allerdings nicht.

Und so gilt es für jeden Pferdebesitzer selbst einen Mittelweg zu finden, auf dem er individuell das Wohl seines Pferdes und seine sportlichen Ambitionen vereinen kann.

Eins sollte hierbei allerdings generell gelten: das eine ist für das andere kein Ausschlusskriterium!

Und um den Kritikern vorzubeugen: Natürlich ist dies kein Zustand wie in der freien Natur. Aber in der freien Natur müsstet ihr auch noch mit Pfeil und Bogen euer Mittagessen jagen 😉 .

Fortsetzung folgt…

 

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