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Arthrose bei Pferden: erkennen und behandeln

Arthrose bei Pferden – Pferde können, wie der Mensch auch, eine Arthrose entwickeln, bei der es sich um eine chronische Erkrankung der Gelenke handelt. Sowohl ein Trauma als auch eine starke Abnutzung der Gelenke gelten als Ursachen für die chronische Arthrose beim Pferd. Infolgedessen kommt es zu einer Veränderung des Knochens, was wiederum mit schmerzhaften Entzündungen einhergeht.

Die Folgen der Arthrose bei Pferden

Aufgrund der schmerzenden Entzündung kommt es zu Störungen im Bewegungsablauf, sodass das Pferd möglicherweise jede Form von Bewegung konsequent verweigert. Auch das Lahmen ist eine Folge der Arthrose. An der gesamten Gangart kann das geschulte Auge sofort erkennen, dass das Tier an einer schmerzhaften Erkrankung leidet. Teilweise dauert es sehr lange, bis das Pferd sich eingelaufen hat, wenn es das aufgrund der starken Schmerzen überhaupt noch tut.

Welche Ursachen lösen Arthrose bei Pferden aus?

Die Arthrose beim Pferd kann folgende Ursachen haben:

  1. Falsche Ernährung
    Infolge einer unzureichenden Calcium- oder Vitamin-D-Zufuhr bei der Fütterung kann es zu einer Arthrose beim Pferd kommen.
  2. Fehlstellung von Gliedmaßen oder Hufen
    Durch die dauerhafte Fehlstellung verändert sich das gesamte Skelett, sodass es in der Folge ebenfalls zu Arthrose kommen kann.
  3. Bewegungsmangel
    Bewegungsmangel führt zu einer schwachen Muskulatur, was wiederum eine Fehlstellung der Wirbelsäule begünstigen kann.
  4. Fehlstellungen der Hüfte, der Wirbel oder der Gelenke
  5. Störungen des Stoffwechsels
    Störungen des Stoffwechsels, die beispielsweise von der Leber ausgehen können, begünstigen ebenfalls die Arthrose beim Pferd.
  6. Überbelastung beim Reiten
    Viele Reiter muten ihrem Tier beim Reiten zu viel zu. Sie überlasten es entweder oder verursachen möglicherweise eine Fehlbelastung, sodass das Tier ebenfalls eine chronische Arthrose entwickeln kann. Es ist wichtig, dass das Pferd zu Beginn einer Reitstunde warmgeritten wird. Dieses Aufwärmen ist sehr wichtig, um Muskeln und Gelenke zu schonen.
  7. Träume durch Unfälle
    Aufgrund von Unfällen oder Stürzen kann es zu einem Trauma kommen, aus welchem sich eine Arthrose entwickelt.
  8. Gelenkverschleiß

Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose

Um die Arthrose beim Pferd zu behandeln, haben sich in der Vergangenheit verschiedene Behandlungsmethoden bewährt. Beispielsweise kann eine äußerliche Behandlung ebenso vorgenommen werden, wie eine innerliche.

Um die Schmerzen zu lindern, eignen sich für die äußerliche Anwendung feuchte Umschläge. Diese sollten mit einer Tinktur aus 50 g Süßholzwurzel-Tee und 50 g Zinnkraut auf einen halben Liter Wasser bestehen. Verwenden Sie am besten den sogenannten Angussverband.

Die Hagebutte erweist sich ebenfalls als heilsames Mittel bei schmerzhafter Arthrose. Sie können die komplette Hagebutte inklusive Kerner verfüttern (ca. 20 bis 30g täglich), denn sie hat keinerlei negative Wirkung auf den Magen. Diese Form der Arthrose-Behandlung sollten Sie mindestens zwei Monate lang anwenden. Wenn das Tier sehr starke Schmerzen hat, kombinieren Sie die Hagebutte mit der Gabe der Teufelskrallenwurzel. Hierbei geben Sie ebenfalls 20 bis 30g täglich. Wenn Sie ausschließlich die Wurzel verfüttern, reicht ein Anwendungszeitraum von ca. 6 Wochen aus. Sie können das Verfahren bis zu viermal im Jahr anwenden.

Der Vorteil der Teufelskrallenwurzel liegt darin, dass sie nicht nur die Entzündung hemmt, sondern auch die Schwellung deutlich mindert. Damit Ihr Pferd die Wurzel auch isst, legen Sie diese am besten einen Abend vorher in etwas Apfelsaft ein, sodass sie ihren bitteren Geschmack verliert. Bei besonders starken Schmerzen verwenden Sie zusätzlich die sogenannte Beinwellwurzel. Sie erhalten dieses Produkt in der Apotheke und müssen sich dringend an die Dosierungsempfehlungen halten, um dem Pferd nicht zu schaden.

Weitere Mittel zur Schmerzlinderung

Ebenfalls für die innerliche Anwendung können Sie das sogenannte Olibanum verwenden. Hierbei handelt es sich um ein Weihrauchharz, welches in Form von Pulver erhältlich ist. Es lindert sowohl den Schmerz als auch die Entzündung. Ca. eine dreiviertel Stunde, nachdem Sie das Pulver gegeben haben, bemerkt das Tier die Wirkung. Für kleine Tiere reicht eine Menge von 20g des Pulvers täglich aus. Großen Tieren können Sie bis zu 50g verabreichen. Wenn Sie es dauerhaft anwenden möchten, greifen Sie zu einer geringeren Dosierung. Für die Anwendung als sechswöchige Kur gelten die oben genannten Mengen.

Für die Schmerzlinderung bei Arthrose ist es wichtig, dass der Stoffwechsel des Tiers in Gang kommt, denn nur hierdurch werden die Gelenke geschont. Um den Stoffwechsel anzukurbeln, können Sie dem Pferd Löwenzahnwurzel oder Mariendistelkraut füttern, und zwar am besten über einen Zeitraum von 6 Wochen als Kur. Keinesfalls hingegen sollten Sie Weidenringe oder Mädesüßkraut verfüttern. Zwar enthalten auch diese Pflanzen einen guten Wirkstoff gegen die Schmerzen, jedoch dauert die Wirkung lediglich wenige Minuten an.

Was Sie bei der Fütterung beachten sollten, wenn das Pferd an Arthrose leidet:

Wenn das Pferd an Arthrose leidet, spielt die richtige Fütterung eine wichtige Rolle, damit sich die Krankheit möglichst nicht verschlimmert. Wir erklären Ihnen, was Sie beachten müssen:

  • Aufgrund des hohen Calcium-Gehalts geben Sie zum Futter kohlensauren Futterkalk hinzu
  • Aufgrund des hohen Phosphor-Gehalts füttern Sie das Pferd auf keinen Fall mit Silage
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