Pflegetipps

Beschlag oder Barhuf? Was ist zu empfehlen?

Wer ein Pferd hat, wird sich früher oder später mit der Tatsache auseinandersetzen müssen, ob das Tier einen Hufbeschlag bekommen soll oder nicht. Welche Vor- und Nachteile sich für die Pferdegesundheit durch einen Beschlag ergeben und wodurch sich der Barhuf auszeichnet, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Was zeichnet den Barhuf aus?

Pferde, die keinen Beschlag erhalten, profitieren in der Regel von einer höheren Wendigkeit und Flexibilität. So funktioniert der Hufmechanismus beispielsweise hervorragend und auch die Durchblutung sowie der Lymphfluss werden nicht beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass das Pferd mit Barhuf sehr viel mehr Gefühl wahrnimmt und hierdurch einen deutlich besseren Tastsinn erlebt. Im Vergleich dazu ist dieser beim Beschlag deutlich weniger ausgeprägt. Auch die Griffigkeit ist durch den „natürlichen Schuh“ besonders gut gegeben, denn der Huf greift auf nahezu jedem Untergrund. Hingegen kommt es beim Beschlag nicht selten vor, dass das Tier ausrutscht und sich infolgedessen möglicherweise verletzt. Schließlich haften die Beschläge auf einigen Untergründen deutlich schlechter.

Fotolia / Beschlag oder Barhuf

Pferdehufe

Welche Vor- und Nachteile haben Hufeisen?

Im Gegensatz zum Barhuf bieten die Hufeisen den Vorteil, dass sie weniger Abrieb haben und generell weniger anfällig für Umwelteinflüsse sind. Für den Pferdehalter spielt auch der geringe Pflegeaufwand häufig eine Rolle. Schließlich müssen Barhufer intensiv gepflegt werden, damit die Hufe geschmeidig bleiben. Hingegen müssen Sie beim Hufeisen nur täglich schauen, ob dieses noch fest genug sitzt. Ansonsten suchen Sie einen Hufschmied auf und lassen die Fehler ausbügeln oder neue Eisen beschlagen. Dies jedoch ist mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden, wenn man bedenkt, dass die Eisen spätestens nach sechs bis acht Wochen ausgewechselt werden sollten.

Im Gegensatz zum Barhuf werden die Füße durch das Hufeisen zudem weniger gut durchblutet.

Was ist besser? Barhuf oder Hufeisen?

Für das Pferd ist ganz klar der Barhuf die bessere Variante. Wenn Ihr Tier bereits seit langem an Hufeisen gewöhnt ist, lohnt es sich zum Wohle der Gesundheit, über den Umstieg auf Barhuf nachzudenken. Sollten Sie dies in Erwägung ziehen, müssen Sie dem Pferd einige Zeit Ruhe geben, denn es muss sich zunächst an den neuen, unbeschlagenen Zustand gewöhnen und die Umwelt in gewisser Weise neu wahrnehmen lernen. Die Hufe sind übergangsweise deutlich empfindlicher.

Damit Sie dem Tier die bestmöglichen Gegebenheiten ermöglichen, sollten Sie die Hufe regelmäßig durch einen entsprechend ausgebildeten Pfleger bearbeiten lassen. Hufpfleger sind auf die Pflege der Hufe spezialisiert. Sofern Ihnen ein Hufschmied die Hufpflege anbietet, sollten Sie zunächst dessen Qualifikation testen, denn die meisten Hufschmiede kennen sich zwar mit den Eisen, jedoch nicht mit dem Barhuf aus.

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