Pferde

Den Fellwechsel richtig unterstützen

Von der Natur ist vorgesehen, dass ein Pferd regelmäßig eine Fellwechsel erlebt, um sich vor den unterschiedlichen Temperaturen zu schützen. Somit findet ein Fellwechsel im Frühjahr statt und der andere im Herbst. Im Frühjahr – meistens im Januar beginnend – verliert das Pferd sein Winterfell, um sich auf die steigenden Temperaturen vorzubereiten. Würde das Winterfell das gesamte Jahr über bestehen bleiben, würde das Tier früher oder später überhitzen. Somit wird im Frühjahr, nachdem das Winterfell ausgefallen ist, das kurze und leichtere Sommerfell gebildet. Im Herbst wiederum verliert das Pferd das Sommerfell, sodass das dickte Winterfell nachwachsen kann, damit das Tier während der kalten Jahreszeit auch vor den eisigen Temperaturen bestmöglich geschützt ist. Beim Fellwechsel im Herbst ist häufig ein Nährstoffmangel festzustellen und das Tier hat einen erhöhten Energiebedarf, um den Fellwechsel schnellstmöglich voranzutreiben. Deshalb müssen Sie beim Fellwechsel im Herbst vor allem die Futtermenge steigern.

Zwar klingt es wenig spektakulär, wenn das Tier sich im Fellwechsel befindet. Für den Organismus des Pferdes kann dies jedoch gravierende Folgen haben. Vor allem ältere Tiere kämpfen häufig mit gesundheitlichen Beschweren, wie Muskelverspannungen, Allergien, Mauke oder Ekzemen.

Fotolia / Fellwechsel beim Pferd

Fellwechsel unterstützen mit einer Ölfütterung

Damit das Tier während der Zeit des Fellwechsels optimal mit den benötigten Omega-3-Fettsäuren versorgt ist, sollten Sie die sogenannte Ölfütterung durchführen. Dies bedeutet, dass Sie dem Futter beispielsweise Hanföl, Leinöl oder Nachtkerzenöl beifügen sollten. Sie tragen hierdurch dazu bei, dass sich die Haut deutlich schneller regenerieren kann. Ebenso ist Omega-3 wichtig für die Nervenzellen sowie für den optimalen Blutkreislauf.

Das Pferd benötigt ebenfalls verschiedene Nährstoffe

Damit das Pferd stets optimal versorgt ist und alle Vorgänge im Körper reibungslos erfolgen können, benötigt es eine ausreichende Menge wichtiger Nährstoffe. Einer der wichtigsten Nährstoffe für den Körper eines Pferdes ist das Zink, welches bei der Keratin-Bildung notwendig ist. Das Keratin wiederum ist einer der Hauptbestandteile des Fells. Ebenso hat das Tier einen erhöhten Bedarf an folgenden Nährstoffen:

  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen
  • Folsäure
  • Biotin
  • Magnesium
  • Vitamin E
  • Schwefel
  • Silizium

Diese Nährstoffe sind unter anderem für das Zellwachstum sowie die Neubildung der Haare zuständig. Ebenso werden Sie für die optimale Durchblutung der Haut benötigt.

Sollten Sie feststellen, dass der Fellwechsel nur schleppend oder überhaupt nicht vorangeht, ist die Entgiftung der Leber eine gute Option. Diese sollten Sie jedoch im Vorfeld mit dem Tierarzt besprechen.

Achten Sie auf eine gute Qualität des Futters

Einer der entscheidenden Faktoren, um den Fellwechsel beim Pferd für das Tier so angenehm wie möglich zu gestalten, ist die bestmögliche Qualität des Futters. Achten Sie daher nicht nur zur Zeit des Fellwechsels, sondern das gesamte Jahr über auf hochwertiges Rohfutter, wie Stroh, Heu oder Hafer. Auf keinen Fall sollten Sie Futter verfüttern, welches kontaminiert ist mit Schimmelpilzen. Auch wenn es im ersten Moment nicht schwerwiegend erscheint, können diese Sporen nicht nur zu Problemen mit den Atemwegen führen, sondern auch zu Leberschäden sowie Hautschäden. Dies wiederum sorgt für einen trägen und teilweise sogar schmerzhaften Fellwechsel.

Da das Pferd beim Fellwechsel ohnehin ein geschwächtes Immunsystem hat, sollten Sie zudem während dieser Zeit Impfungen vermeiden und auch wenn möglich auch sämtliche anderen Medikamente, insbesondere Antibiotika, verzichten.

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