Pferde

Einführung in das Longieren des Pferdes

Wenn das Pferd in einem Kreis läuft, spricht man hierbei vom Longieren. Allerdings läuft das Tier an einer sogenannten Longe, die durch den Reiter geführt wird. Dieser wiederum wird als Longenführer bezeichnet und er findet seinen Platz in der Mitte des Reitareals. Die Longe hält der Longenführer in der Hand, sodass er dem Pferd jederzeit die Richtung weisen kann. Er verwendet des Weiteren eine Longierpeitsche.

(Quelle: Wikipedia)

Welchen Sinn hat das Longieren des Pferdes?

Das Longieren des Pferdes ist eine gute Möglichkeit, um das Tier wieder in Bewegung zu bringen. Viele Tiere stehen heute einen Großteil des Tages im Stall, wo Sie nahezu keine Bewegung haben. Ehe Sie es ausreiten, kann es sich daher lohnen, das Pferd durch das Longieren aufzulockern. Auch nach der Reise in einem Pferdeanhänger ist das Longieren eine geeignete Variante, um das Pferd in Bewegung zu bringen und es hierdurch zu entspannen.

Ein weiterer wichtiger Vorteil des Longierens besteht darin, dass Pferd und Reiter eine gute Bindung und Vertrauen zueinander aufbauen. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass das Tier aus gesundheitlichen Gründen nicht geritten werden kann oder darf. Damit sich die Muskeln nicht zurückbilden, muss es stets in Bewegung gehalten werden. Diesbezüglich erweist sich das Longieren als perfekte Variante.

Da das Longieren für das Pferd sowohl die Konzentration als auch die Koordination und die Kondition steigern soll, dürfen Sie beim Longiertraining keine Fehler begehen. Sollten Sie hiermit noch keinerlei Erfahrungen gemacht haben, empfiehlt es sich daher, einen Reitlehrer oder zumindest einen erfahrenen Reiter um Hilfe zu bitten.

 

Fotolia / Longieren des Pferdes

Diese Ausrüstung benötigen Sie zum Longieren des Pferdes

Für das Longieren werden einige Utensilien benötigt, und zwar:

  • Eine Longe (auch „Longierleine“ genannt). Diese sollte mindestens acht Meter lang sein.
  • Eine Trense oder ein Kappzaum
  • Gamaschen, bei denen es sich um einen Schutz handelt, der an den Vorderbeinen des Tiers befestigt wird.
  • Ebenso benötigen Sie eine Longierpeitsche
  • Für erfahrene Longierpferde und Reiter empfehlen wir zudem Cavaletti, einen Longiergurt und Dreieckszügel oder einen Ausbinder

Die ersten Schritte zum Longieren

Das Longieren erweist sich für Reiter und Pferd als hartes Training, welches über einen längeren Zeitraum erfolgen muss. Zu den ersten Schritten gehört die Vorbereitung des Pferdes für das Longieren. Nutzen Sie das Zaumzeug oder einen Kappzaum und das Gebiss. Entfernen Sie die Zügel vom Zaumzeug, ehe Sie mit dem Longieren beginnen.

Die Longe halten Sie auf dieselbe Weise, wie Sie es mit den Zügeln tun. Da das Seil sehr lang ist und Sie gerade zu Beginn nur sehr wenig Leine benötigen, legen Sie es in Schlaufen und halten es fest in der Hand. Achten Sie darauf, die Longe keineswegs um die Hand zu wickeln. Dies würde ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen, wenn das Pferd sich beispielweise unverhofft aufstellt. Wenn Sie das Pferd auf Links longieren, halten Sie die Longe in der linken und die Longierpeitsche in der rechten Hand. Beim Longieren auf Rechts ist es umgekehrt.

Die ersten Longierversuche des Pferdes

Gehen Sie nun mit dem Pferd in den Longierzirkel und stellen Sie sich in die Mitte. Sie geben dem Tier das Kommando, dass es laufen kann und welche Gangart es ausführen soll. Richten Sie die Spitze der Longierpeitsche zum Sprunggelenk, wenn sich das Pferd vorwärts bewegen soll. Zeigen Sie mit der Spitze auf die Brust, ist dies das Signal, dass das Pferd anhalten oder das Tempo minimieren soll.

Bedenken Sie, dass es sehr wichtig ist, beide Körperseiten des Pferdes gleichzeitig zu trainieren, um die Muskeln nicht unterschiedlich stark auszubilden. Deshalb müssen Sie das Pferd regelmäßig in die andere Richtung laufen lassen, nachdem Sie es gestoppt haben.

Beachten sollten Sie zudem, dass das Tier sich vor jedem Longieren zunächst etwas aufwärmen kann, um Muskeln und Gelenke zu schonen.

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