Pferde

Leckerlis für Pferde: Wie Sie Ihr Pferd richtig belohnen

Viele Reiter dressieren Ihre Pferde, indem sie sie mit Leckerlis loben, wenn die Tiere etwas wunschgemäß gemacht haben. Wenn Sie jedoch keine Äpfel oder Karotten als Leckerli füttern möchten, sollten Sie sich zunächst umfassend über die weiteren Möglichkeiten informieren. Zwar werden im Handel zahlreiche „Süßigkeiten“ für Pferde angeboten. Sie sollten sich jedoch nicht für die erstbeste Variante entscheiden, sondern die Leckerlis kritisch hinterfragen. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel erklären, worauf Sie achten müssen und wie Sie Ihr Pferd richtig belohnen.

Fünf wichtige Fakten zu Pferde-Leckerlis:

  • Im Handel werden zahlreiche Produkte angeboten, die jedoch in der Regel gezuckert oder auf andere Weise gesüßt sind
  • Wenn Sie diese Produkte verfüttern möchten, achten Sie auf einen möglichst geringen Konsum
  • Alternativ können Sie auch Obst verfüttern (auch hierbei ist allerdings auf den hohen Zuckergehalt zu achten)
  • Pferdeleckerlis können aufgrund ihrer Konsistenz problemlos in der Jackentasche mitgeführt werden und stehen somit jederzeit zur Verfügung
  • Es werden spezielle Produkte angeboten, die die Bedürfnisse von Pferden beachten, die unter Stoffwechselerkrankungen leiden

Wie gesund sind Pferdeleckerlis?

Machen wir uns nichts vor: In der Regel sind Pferdeleckerlis mit Zucker oder anderen Mitteln gesüßt, um einen Geschmack zu erhalten, der die Tiere begeistert. Und letztendlich enthalten auch die Obstsorten, die Sie dem Pferd zur Belohnung reichen, jede Menge Fruchtzucker.

Sie sollten daher immer darauf achten, dem Tier eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, bei der ab und zu auch mal ein gesüßtes Leckerli zum Einsatz kommen kann. Wie beim Menschen auch, sollten Sie es mit den zuckerhaltigen Lebensmitteln jedoch nicht übertreiben, da dies auf Dauer nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann.

Leckerlis für Pferde

© Nadine Haase / Fotolia

Die Süßigkeiten wohl dosieren

Das Maß macht es also. Doch wie sieht es aus, dieses „gesunde“ Maß. Sicherlich sollten Sie darauf verzichten, Ihr Tier bei jeder Gelegenheit mit einer Hand voll „Belohnungsbonbons“ zu füttern. Bestenfalls arbeiten Sie in erster Linie mit Lob in Form von Streicheleinheiten und greifen nur ab und zu auf ein Leckerli zurück. Geben Sie beispielsweise nicht bei jeder gut gemeisterten Übung eine Süßigkeit, sondern nur noch bei jeder vierten oder fünften. Wenn Sie dem Pferd bisher immer mehrere Leckerlis zur Belohnung angereicht haben, reduzieren Sie die Menge auf ein einziges. Es gibt durchaus Möglichkeiten, den Gaumen des Tiers zu verwöhnen, ohne die Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Leckerlis vs. Obst: Welche Variante ist praktischer und besser?

Grundsätzlich sollten Sie Obst natürlich den Leckerlis, denen künstlich Zucker zugesetzt wird, vorziehen. Beachten Sie jedoch, dass auch Obst sehr viel Zucker enthält, welcher – in Massen verabreicht – gesundheitsschädlich sein kann.

Gerade beim Training ist die Gabe von Obst jedoch in der Regel schwierig, da Sie die kleinen Stückchen nicht gut aufbewahren können. In diesem Fall erweisen sich die im Handel erhältlichen Leckerlis als bessere Wahl, denn sie verkleben nicht und können problemlos auch in der Jackentasche transportiert werden. Auf diese Weise haben Sie sie immer griffbereit.

Achtung bei Tieren, die an einer Stoffwechselerkrankung leiden

Stoffwechselerkrankungen sind keine Seltenheit bei Pferden. Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier an einer dieser Krankheiten leidet, sollten Sie den Konsum von gezuckerten Leckereien selbstverständlich auf ein Minimum reduzieren. Der Grund: Der Körper des Pferdes kann den Zucker nur schwer bis überhaupt nicht umwandeln, was gesundheitliche Folgen haben könnte.

Damit Sie nicht gänzlich auf eine Belohnung verzichten müssen, sind heutzutage zahlreiche Spezialprodukte erhältlich. Diese können Sie normalerweise bedenkenlos, aber natürlich auch nicht in Massen verfüttern.

Welche Süßigkeiten sollte ich wählen?

Was Sie hinsichtlich der Süßigkeiten beachten sollten, haben wir oben bereits erwähnt. Doch natürlich kommt es auch darauf an, welche Leckerlis Ihrem Pferd am besten schmecken. Probieren Sie verschiedene Varianten aus, um den Favoriten herauszufinden. Bestenfalls versuchen Sie es zunächst einmal mit Belohnungshappen, die wenig Zucker und andere Süßungsmittel enthalten. Es gibt durchaus zahlreiche Pferde, die damit glücklich sind. Sollte Ihr Pferd diese Produkte nicht mögen, können Sie immer noch auf gezuckerte Artikel zurückgreifen.

Zunächst Probierpackungen kaufen

Wenn Sie erst einmal herausfinden möchten, welche Leckerlis Ihr Pferd besonders gern mag, können Sie Probierpackungen kaufen. Bei diesen sind entweder verschiedene Produkte enthalten oder die Größe der Verpackung fällt recht gering aus. Sobald Sie die für Ihr Pferd beliebteste Variante gefunden haben, können Sie die Leckerlis auch in größeren Verpackungseinheiten kaufen, da eine große Menge meist günstiger angeboten wird.

Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

To Top