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Pferde Zahnpflege: Gesunde Zähne für das Pferd

Dass ein Pferd aufgrund schlechter Zähne erkrankt und dies möglicherweise auch noch eine andere Erkrankung in der Mundhöhle verursacht, bemerken viele Pferdebesitzer erst zu spät. Um Zahnerkrankungen zu vermeiden, sollten Sie generell auf eine umfangreiche Pferde Zahnpflege achten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie diesbezüglich beachten müssen.

Pferde Zahnpflege – Woran Sie Zahnprobleme erkennen:

Wenn Pferde Zahnprobleme haben, können Sie dies unter anderem an folgenden Hinweisen erkennen:

  • Beim Abnehmen des Zügels schlagen die Tiere mit dem Kopf oder steigen.
  • Sie halten den Hals falsch, um das Gebiss hierdurch zu schonen.
  • Sie wehren sich gegen die Trense.
  • Auch das Anlegen der Ohren beim Reiten kann ein Indiz für Zahnprobleme sein.
  • Wenn das Pferd einen schwunglosen und steifen Gang hat und im Genick verkrampft ist, kann dies ebenfalls für Zahnschmerzen sprechen.
  • Ein weiterer Hinweis ist es, wenn das Tier das Fressen verweigert, weil es zu starke Schmerzen hat. In diesem Zusammenhang wird das Pferd in der Regel deutlich an Gewicht verlieren, sodass auch dies ein Indiz darstellt.
  • Maulgeruch ist ebenfalls ein deutliches Anzeichen, dass irgendetwas mit dem Pferdegebiss nicht stimmt.

Fotolia / Pferde Zahnpflege

Die Zahnbehandlung durch den Tierarzt

Zu einer umfangreichen Pferdezahnbehandlung gehört es nicht nur, dass der Tierarzt oder die Pferdedentalpraktikerin sich die Zähne kurz anschauen. Vielmehr muss auch das Kiefergelenk auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Generell ist es wichtig, das Maul zu überprüfen, um beispielsweise Fehlstellungen der Zähne oder andere Erkrankungen im Pferdemaul zu entdecken. Auch die Knochenstruktur muss unter die Lupe genommen werden, um auszuschließen, dass es zu Fehlbildungen kommt. Da auch an den Lippen, der Zunge oder den Wangen Probleme auftreten können, sind auch diese regelmäßig zu begutachten. Die wenigsten Pferde werden diese Form der Behandlung ruhig über sich ergehen lassen, sodass in der Regel eine Narkose notwendig ist.

Zahnuntersuchungen im Fohlenalter

Auch Fohlen haben zunächst Milchzähne, die nach und nach ausfallen, sodass anschließend die bleibenden Zähne durchstoßen. Schneidezähne und Backenzähne können jedoch eine Fehlstellung haben, die beim Fohlen Schmerzen verursacht. Deshalb empfiehlt sich hier einmal pro Halbjahr eine Untersuchung, um Spitzen zu finden, die während des Zahnwechsels auftreten können. Zudem erkennt der Mediziner anhand der Abnutzung der Zähne, ob eine Fehlstellung des Gebisses vorliegt, die rechtzeitig korrigiert werden muss. Wie beim Menschen, können auch in diesem Fall Maßnahmen durch einen Kiefernorthopäden oder Chirurgen eingeleitet werden.

Die Milchzähne des Pferdes fallen in der Regel zwischen dem 2. und dem 5. Lebensjahr aus. Der vollständige Zahnwechsel ist mit einem Alter von spätestens 10 Jahren abgeschlossen.

Pferdezahn: Die richtige Pferde Zahnpflege zum Vorbeugen

Um Zahnerkrankungen vorzubeugen, ist die richtige Pferdezahnpflege besonders wichtig. Diesbezüglich spielt die richtige Fütterung eine entscheidende Rolle. Bedenken Sie, dass Pferde Grasfresser sind, sodass das Gebiss sowie die gesamte Körperhaltung beim Fressen hierauf ausgerichtet sind. Pferde fressen in der Regel vom Boden. Diesen Fakt müssen Sie bei der Fütterung beachten. Dies ist sehr wichtig für die richtige Haltung des Kiefers. Durch die Aufnahme von Gras und Heu erreichen Sie zudem einen weiteren positiven Effekt: Häufig hängt ein wenig Sand an diesen Futtermitteln, der die Zähne automatisch etwas poliert.

Des Weiteren sollten Sie wissen, dass die Schneidezähne der Pferde immer weiterwachsen. Es ist daher notwendig, diese regelmäßig durch einen Profi (wie beispielsweise einem Pferdedentalpraktiker) abschleifen zu lassen. Hierdurch können auch Fehlstellungen korrigiert werden, sodass das Tier problemlos aufbeißen kann. Auch Sie können dazu beitragen, dass die Zähne automatisch etwas abgerieben werden. Bieten Sie Ihrem Pferd ab und zu einen frisch vom Obstbaum abgeschnittenen Zweig an. Dieser trägt  zu einer leichten Reinigung der Kaufläche bei. An dem Ast kann das Pferd herumknabbern. Geben Sie auf keinen Fall Zweige von Nadelbäumen, da diese für die Tiere giftig sind.

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