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Pferderecht und Pferderechtsanwalt – Das ist wichtig:

Wenn Sie sich ein Pferd kaufen oder aktiv am Pferdesport teilnehmen möchten, müssen Sie verschiedene rechtliche Aspekte beachten. Wer sich noch nie mit der Thematik befasst hat, wird sich nicht mit „Zuchtrecht“, „Medizinrecht für Pferde“ oder „Schadenersatz“ auskennen. Und auch beim Pferdekauf stehen Sie möglicherweise vor allerhand rechtlichen Herausforderungen. Damit Sie stets sicher agieren und kompetent beraten sind, besteht die Möglichkeit, dass Sie sich einen Pferderechtsanwalt an die Seite holen. Dieser ist auf das Pferderecht spezialisiert und verfügt somit über ein umfangreiches Wissen.

Wissenswertes zur Pferdehalterhaftung

Als Pferdehalter unterliegen Sie automatisch der Tierhalterhaftung. Dies bedeutet, dass Sie Dritten gegenüber automatisch zum Schadenersatz verpflichtet sind, wenn Ihr Tier einen Schaden anrichtet. Einer der wichtigsten Rechtstipps lautet daher: Schließen Sie unbedingt eine Haftpflicht für das Pferd ab. Angenommen durch einen Reitunfall scheut Ihr Pferd und läuft auf die Straße. Dort kommt es zu einem Verkehrsunfall mit Personen- und Sachschäden. Dass diese Schäden Ihren finanziellen Ruin bedeuten könnten, ist sicher. Deshalb dürfen Sie nicht auf Ihre Absicherung durch eine Pferdehalterhaftpflicht verzichten.

Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Tiere mit einem Vertrag zu versichern, um hierdurch Beiträge einzusparen. Es muss jedoch jedes Tier einzeln namentlich und mit einigen Eigenschaften benannt sein. Dies ist notwendig, damit der Versicherer im Versicherungsfall das jeweilige Tier einwandfrei zuordnen kann.

Pferdekaufvertrag: Schutz für Pferdeverkäufer und Pferdekäufer

Schon beim Pferdekauf kann es sich lohnen, sowohl einen Anwalt als auch einen Tierarzt zu beauftragen. Während der Tierarzt die sogenannte Ankaufuntersuchung durchführt, um „gesundheitliche Mängel“ ausfindig zu machen, nimmt der Anwalt den Pferdekaufvertrag unter die Lupe. Das Pferdekaufrecht ist überaus umfangreich, vor allem, wenn der Pferdekäufer die Zucht mit dem erworbenen Tier anstrebt. Deshalb kann eine Ersteinschätzung des Vertrages durch einen Pferderechtsanwalt durchaus sinnvoll sein.

Achten Sie bei der Suche nach einem Rechtsanwalt darauf, dass es sich um einen ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet handelt. Dieser sollte sich unter anderem mit dem Tierarzthaftpflichtrecht und dem Sportrecht auskennen und allgemein bewandert sein auf dem Gebiet „Tierrecht“.

Fotolia / Pferderecht und Pferderechtsanwalt

Pferdehaltung und Pferdesteuer

Bereits vor der Anschaffung des Pferdes sollten Sie sich mit den Themen „Pferdehaltung“ und „Pferdesteuer“ auseinandersetzen. Die Pferdesteuer fällt zusätzlich zu den Anschaffungskosten für das Tier sowie den Kosten für Futter, die Erstausstattung oder die Unterbringung im Stall an. Da Sie betragsmäßig nicht unerheblich ist, sollten Sie diese Kosten von Anfang an mitberücksichtigen. Beachten Sie auch die Gebühren des Hufschmieds oder des Tierarztes.

Doch der Pferdekauf ist nicht nur mit etwaigen Kosten verbunden, sondern auch mit dem Umstand, dass Sie sich mit der Pferdehaltung auskennen sollten. Ein Pferd benötigt nicht nur einen sauberen Stall, sondern sehr viel Aufmerksamkeit und Pflege. Es handelt sich somit um ein Tier, welches viel Zeit beansprucht. Dieser Umstand muss Ihnen ebenfalls vor dem Kauf bekannt sein.

Pferderecht: Die wichtigsten Versicherungen

Um Ihr Recht und das Recht für Ihr Pferd stets bestmöglich durchzusetzen, empfehlen wir den Abschluss folgender Versicherungen:

  • Die Pferdehalter-Haftpflicht
  • Die Reiter-Unfallversicherung
  • Die Pferdehalter-Rechtsschutzversicherung
  • Betriebshaftpflicht für Pferdebetriebe

Zusätzlich können Sie zum Wohle des Pferdes folgende Versicherungen abschließen, die jedoch rechtlich nicht relevant sind:

  1. Pferde-Krankenversicherung
  2. Pferde-OP-Versicherung
  3. Pferde-Lebensversicherung

Pferderecht: Die Pferdehalter-Rechtsschutzversicherung

Wenn es im Zusammenhang mit der Pferdehaltung zu Rechtsstreitigkeiten kommt, werden Sie unter Umständen zur Kasse gebeten. Anwaltliche Hilfe kann in diesem Moment Gold wert sein. Verzichten Sie daher keinesfalls darauf, eine Pferdehalter-Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Diese übernimmt – sofern Sie eine Deckungszusage erhalten haben – die Gebühren für die Beratung beim Anwalt sowie unter Umständen auch Gerichtskosten. Auf jeden Fall können Sie von einer anwaltlichen Erstberatung profitieren, in der Sie erfahren, ob Ihr Vorhaben Aussicht auf Erfolg hat oder nicht.

Wenn Sie eine Pferdehalter-Rechtsschutzversicherung abschließen, sollte diese bestenfalls die folgenden Leistungen beinhalten:

  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht
  • Steuer-Rechtsschutz vor Gericht
  • Verwaltungsgerichts-Rechtsschutz
  • Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Pferderecht: Finden Sie den besten Anwalt

Wie erwähnt, sollte sich ein Anwalt, den Sie mit pferderechtlichen Belangen aufsuchen, auch mit diesen auskennen. Wenn Sie nach einem Experten suchen, kann Ihnen unter anderem die Rechtsschutzversicherung weiterhelfen. Der Versicherer arbeitet in der Regel mit Fachanwälten zusammen und kann Sie an einen entsprechenden Rechtsvertreter verweisen.

Selbstverständlich können Sie für die Suche nach einem Experten auch die Suchmaschinen nutzen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Anwalt das Pferderecht als Fachgebiet angibt und dass er auf diesem Rechtsgebiet auch schon einige Erfahrungen nachweisen kann.

Auch Pferdesportvereine oder Veranstalter von Turnieren können Ihnen möglicherweise eine gute Auskunft darüber geben, welcher Fachanwalt für Ihre Belange der passende Ansprechpartner ist.

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