Pferde

Reinigung und Pflege der Hufe

Wenn Sie die Hufe Ihres Pferdes nicht regelmäßig pflegen, kann es passieren, dass das Tier hierdurch körperliche Beschwerden entwickelt. Beispielsweise kann eine mangelnde Hufpflege dazu führen, dass das Pferd lahmt. Damit Sie wissen, worauf es bei der Reinigung und Pflege der Hufe ankommt, fassen wir nachfolgend die wichtigsten Fakten zusammen.

Reinigung und Pflege der Hufe – Das sollten Sie jeden Tag tun:

Zur täglichen Hufpflege gehört unbedingt das Auskratzen, welches Sie mindestens einmal täglich durchführen müssen. Sofern Sie mit dem Pferd ausreiten, ist es für das Tier sogar noch angenehmer, wenn Sie ihm diese Hufpflege vor und nach dem Reiten gönnen. Durch das Auskratzen entfernen Sie unter anderem Steine, aber auch Mist und die Einstreu. Diese Maßnahme ist wichtig, um die sogenannte Strahlfäule zu vermeiden, die sich durch Bakterien ausbreitet. Diese Erkrankung kann sehr gefährlich werden, wenn Sie sie nicht rechtzeitig erkennen. Schließlich kann Sie zu einer Blutvergiftung führen.

Fotolia / Reinigung und Pflege der Hufe

Waschen und fetten gehören ebenfalls zur Hufpflege

Damit sich das Pferd stets bestmöglich bewegen kann und nicht aufgrund von Schmerzen lahmt, ist es wichtig, die Elastizität der Hufe beizubehalten. Dies erreichen Sie, indem Sie sie zunächst gründlich waschen und danach einfetten. Hierzu verwenden Sie spezielles Huffett, welches auf die Hufwand aufgetragen wird.

Reinigung und Pflege der Hufe eines beschlagenen Pferdes

Viele Pferde sind beschlagen, sodass Sie bei der täglichen Reinigung und Pflege unbedingt weitere Aspekte beachten müssen. Prüfen Sie, ob das Eisen ringsum noch einen einwandfreien Sitz hat oder ob es möglicherweise locker sitzt. Grundsätzlich sollten Sie spätestens alle acht Wochen einen Hufschmied aufsuchen, um die Eisen zu befestigen oder ggf. zu erneuern. Stellen Sie vorher fest, dass ein Eisen fehlt oder sehr locker sitzt, gehen Sie schnellstmöglich zum Hufschmied, damit dieser eine Ausbesserung vornehmen kann. Der Hufschmied erneuert nicht nur die Eisen, sondern kümmert sich auch darum, das Horn, welches nachgewachsen ist, zu entfernen. Dies ist unbedingt notwendig, damit es nicht zu einer Fehlstellung der Beine kommt.

Ehe Sie den Hufschmied aussuchen, sollten Sie die Hufe befeuchten. Dies erleichtert nicht nur die Arbeit des Schmieds, sondern ist auch für das Pferd deutlich angenehmer. Die Hornschicht wird geschmeidiger, was sich vor allem auf das Beschlagen mit den Nägeln positiv auswirkt. Zudem reißt die Hufwand deutlich seltener ein, wenn der Huf vorher ausreichend angefeuchtet wurde.

Warum auch Bar-Pferde regelmäßig zum Schmied sollten

Auch Pferde, die keine Eisen tragen, müssen regelmäßig eine umfangreiche Hufpflege bekommen. Andernfalls kann es zu Einschränkungen in der Bewegung und sogar zum Lahmen kommen. Der Hufschmied kontrolliert, ob sich scharfe Kanten gebildet haben und schneidet bzw. raspelt die entsprechende Hornschicht ab. Wenn der Hufschmied feststellt, dass die Hufe zu stark abgelaufen sind, wird er in der Regel entscheiden, dem Tier Eisen zu verpassen. Hierbei handelt es sich um eine rein vorbeugende Maßnahme, um Lahmheit zu vermeiden.

Diese Utensilien werden für die Hufpflege benötigt:

Natürlich kommt eine umfangreiche Hufpflege nicht ohne entsprechende Utensilien aus. Neben einem guten Huffett sollten Sie auch immer eine Bürste und einen Hufkratzer zur Hand haben. Die Arbeitsmittel eines Hufschmiedes sind da schon weitaus umfangreicher. Er benötigt beispielsweise Hufmesser und Schlaufenmesser, Raspeln, Hufhobel und Schärfwerkzeuge. Auch Nippzangen und Hufschneidezangen sind für die Arbeit eines Hufschmieds wichtig.

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