Pferde

Trensen & Gebisse by Team Kaupp

  • Trensen & Gebisse für Pferde
  • Trensen & Gebisse
  • einfach gebrochene wassertrense
  • D Ring Gebiss
  • Pessoa-oder Dreiring-Gebiss
  • Trensen & Gebisse für Pferde
  • Trensen & Gebisse
  • einfach gebrochene wassertrense
  • D Ring Gebiss
  • Pessoa-oder Dreiring-Gebiss

Trensen & Gebisse – Was du unbedingt wissen solltest

Nach und nach arbeite ich hier auch die Wünsche der Instagram-User ab. Einer davon war ein Post über unsere Trensen & Gebisse.

Mit den Jahren in diesem Beruf haben sich bei mir natürlich einige Gebisse angesammelt. Man probiert viel aus, es gibt auch immer wieder Neuheiten, mit denen ein Pferd plötzlich von ganz alleine laufen soll. Der eine oder andere plädiert auch dafür ganz ohne Gebiss zu reiten.

Trensen & Gebisse Trensen & Gebisse Trensen & Gebisse

Am Ende kehrt man doch meistens zum Altbekannten zurück. Kein Gebiss kann korrekte Ausbildung und gefühlvolles Reiten ersetzen. Normalerweise kann ein Pferd mit einer soliden Grundausbildung ohne großartige Verrenkungen in Sachen Gebisswahl geritten werden.

Grundsätzlich richten wir uns bei der Wahl unserer Gebisse nach den Richtlinien der FN. Diese sind in der LPO verankert sind. Da wir nunmal Turnierreiter sind, nützt es uns nichts mit Gebissen zu reiten, die nicht LPO-Konform sind. Wir dürfen ja dann nicht in der Prüfung damit starten.

Grundsätzlich bekommt bei uns jedes Pferd erstmal ein einfach oder doppelt gebrochenes Gebiss aus Edelstahl. Ist damit alles gut, dann ist prima. Gibt es Probleme, fangen wir an nachzudenken. Welche Gebiss ist für das Pferd nun besser. Manche Pferde fühlen sich dauerhaft z.B. mit einem Nathe oder Kunstoff- Gebiss wohler. Für manche ist das andere Gebiss nur ein Übergang. Nach einer gewissen Zeit der Ausbildung können sie wieder mit der Wassertrense geritten werden. Wieder andere Pferd haben gerne mal Abwechslung.

Trensen & Gebisse für Pferde

Hier mal eine kurze Übersicht zu dem Gebissen. Diese werden bei genutzt:

Nach einem Vortrag von Dr.Witzmann über Gebisse und deren Wirkungsweise, wissen wir, dass ein Pferd eigentlich nicht so viel Platz im Maul hat. Hier gibt es Infos zum Vortag von Dr. Witzmann. Mit Röntgenbildern hat Dr.Witzmann dokumentiert, wie das Gebiss, der Gaumen und die Zunge sich miteinander verbinden. Hier wurde klar, dass ein dünneres Gebiss besser ist. Es lässt der Zunge im Gaumen noch Platz. Es ist auch ansonsten nicht so störend für das Pferd.

Wichtig ist natürlich auch, dass das Gebiss von der Breite her passt ( leichter Überstand rechts und links gleich) und auch von der Höhe her ( 2-3 Falten im Maulwinkel) richtig im Maul verschnallt ist.
Hier mal eine Übersicht der Gebisse, die bei uns in täglicher Verwendung sind:

Einfach gebrochene Wassertrense:

Dieses Gebiss ist eigentlich immer unsere erste Wahl. Wir nehmen es in der massiven Form, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass die Pferde damit zufriedener gehen, als mit den hohlen Gebissen. Es liegt einfach ruhiger im Maul. Die leichten, hohlen Gebisse verleiten doch manchmal dazu mit dem Gebiss zu klappern. Dieses ist den feinen Reiterhilfen nicht zuträglich. Gerne haben wir das Gebiss in Olivenkopfform. Es ist dadurch seitlich etwas begrenzt ist und hat eine stabile Lage im Pferdemaul.

Man hat hier noch die Wahl zwischen verschiedenen Materialien. Edelstahl, Nathe, Kunstoff. Wir probieren hier einfach aus, was den Pferden am liebsten ist. Natürlich wechseln wir manchmal das Material wenn wir denken, dass hier mal Abwechslung nötig ist.

einfach gebrochene wassertrense einfach gebrochene wassertrense

Doppelt gebrochene Wassertrense:

Auch das ist ein beliebtes Gebiss. Man muss hier ein bisschen mit der Passform aufpassen. Bei Pferden mit schmalem Unterkiefer kann es sein, dass das Mittelteil zu lang ist und man bei Annehmen des Zügels mit der Verbindung des Gebisses das Pfedemaul einklemmt.  LPO-Konform sind hier auch nur die Gebisse mit einem dicken Mittelteil. Die mit einem schmalen, bzw. Plättchen sind nicht erlaubt.

D-Ring-Gebiss

Das D-Ring-Gebiss ist für uns das Zwischending zwischen Olivenkopf und Pessoa. Man hat ein bisschen mehr Wirkung durch die Form, aber noch nicht die Hebelwirkung eines Pessoagebisses.
D Ring Gebiss

Pessoa-oder Dreiring-Gebiss

Dieses Gebiss ist eines unserer Favoriten bei stürmischen Pferden. LPO zugelassen ist es leider erst in Springprüfungen ab Klasse M. Wir persönlich haben es sehr gerne, weil unsere Pferde damit sehr viel zufriedener gehen, als mit dem Alternativgebiss, dem Pelham.

Ist ein Pferd z.B. im Gelände sehr stürmisch, rate ich den Reitern immer lieber ein Pessoa zu wählen. Mit diesem können sie das Pferd mit wenig Kraftaufwand besser kontrollieren, als mit einer Wassertrense. Das Pessoa kann in den verschiedenen Ringen mit unterschiedlicher Wirkung verschnallt werden. Hat das Pferd verstanden, dass Ausreiten oder Springen nichts mit davonrennen zu tun hat, kann man das Pessoa auch als Wassertrense verschnallen. Es ebnet sich damit den Weg wieder zurück zum normalen Gebiss.

Pessoa-oder Dreiring-Gebiss

Pelham:

Ein Pelham hängt bei uns auch im Schrank, aber nur, weil man mit dem Pessoa nicht im L-Springen reiten darf. Unsere Pferde sind keine begeisterten Pelham-Pferde, aber z.B. Calle ist im Parcour noch nicht immer mit Wassertrense zu händeln. Bis Nina und Calle es geschafft haben, mit Wassertrense die richtige Kontrolle halten zu können, muss er leider im L noch mit Pelham gehen, aber auch nur da. Im Training wird er nur mit Pessoa oder Wassertrense geritten.

Wichtig am Pelham ist, dass es nur mit Stegverbindung an den Zügeln und eine Kinnkettenunterlage erlaubt ist.

Die Kandare

Calle und Paul haben beide eine Kandare. Sie gehen aber sehr selten damit, da sie ja keine Kandarenprüfungen auf dem Turnier gehen und es somit nicht notwendig ist, das zu üben. Auch hier haben wir eine dünne Unterlegtrense, einfach gebrochen aus Edelstahl in Verbindung mit einem dünnen Kandarengebiss mit wenig Zungenfreiheit. Wenig Zungenfreiheit heisst nicht, dass wir das dem Pferd nicht gönnen im Gegenteil. Eine große Zungenfreiheit, macht mehr Druck auf den Oberkiefer des Pferdes. Der Name ist also irreführend.

Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

To Top