Pferde

Verladen – Verladetraining mit dem Pferd

Als Pferdebesitzer sollten Sie mit Ihrem Tier unbedingt das Verladen in einen Anhänger üben. Sie mögen vielleicht denken: „Was soll den mein Pferd in einem Anhänger? Wir nehmen doch gar nicht an Turnieren teil.“ Dies mag sein. Aber was ist, wenn das Pferd plötzlich erkrankt und Sie es schnellstmöglich in eine Klinik bringen müssen? In einem solchen Ausnahmefall haben Sie keine Zeit, dem Tier gut zuzureden und irgendwelche Tricks zu versuchen. Das Verladetraining mit dem Pferd sollte demzufolge grundsätzlich mit jedem Tier durchgeführt werden.

Wie Sie das Pferd auf das Verladetraining vorbereiten

Eine Grundvoraussetzung, um überhaupt mit dem Verladetraining starten zu können ist, dass die Halterführigkeit problemlos funktioniert. Ist dem nicht so, sollten Sie diese üben, ehe Sie mit dem Verladetraining mit dem Pferd beginnen.

Um das Pferd nicht unnötig zu strapazieren, wenn das Verladetraining bevor steht, bereiten Sie zunächst den Anhänger vor. Hängen Sie diesen an das Fahrzeug und überprüfen Sie, ob alle Lichter sowie die Bremse funktionieren. Öffnen Sie die Klappe des Hängers und nehmen Sie die Begrenzungsstange, die sich am Ende des Anhängers befindet, heraus.

Fotolia / Verladetraining mit dem Pferd

Verladetraining mit dem Pferd: Gehen Sie langsam vor

Das Pferd sollte mit dem Verladen auf keinen Fall eine stressige Situation verbinden, die in der Folge zu starker Angst führen kann. Deshalb ist es wichtig, dass Sie es behutsam und langsam an die neue Situation gewöhnen. Führen Sie das Pferd zur Rampe und achten Sie darauf, dass diese gleichmäßig aufliegt. Werden Sie nicht ärgerlich, wenn das Tier sich nicht gleich auf die Rampe traut. Geben Sie ihm ein wenig Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und sich in Ruhe mit der Rampe vertraut zu machen. Idealerweise führen Sie das Pferd nicht allein in den Hänger, sondern haben für das Training einen Helfer dabei. Sollte das Pferd keine Anstalten machen, auf die Laderampe zu gehen, kann der Helfer nun einschreiten und ein Bein des Pferdes auf die Rampe setzen. Ehe der Helfer das zweite Bein auf die Rampe stellt, muss es sich vergewissern können, dass von der Rampe keinerlei Gefahr ausgeht. Warten Sie deshalb wieder einen Moment. Die meisten Pferde fassen schnell Vertrauen und werden nach wenigen Minuten allein immer weiter in den Hänger hineingehen.

Wenn Sie das Einladen geübt haben, müssen Sie nun auch beim Ausladen behutsam vorgehen. Das Pferd verlässt den Hänger rückwärts in langsamen Schritten. Sollte es nicht vorankommen oder ängstlich werden, kann auch in diesem Fall der Helfer eingreifen.

Rechnen Sie mit der Angst des Pferdes

Nicht alle Pferde sind gleich motiviert. Einige sind ängstlich und tun sich schwer beim Verladetraining. Vor allem das Einsteigen in den Hänger kann aufgrund der neuen Situation und Umgebung Stress und Panik auslösen. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie einen Pferdeanhänger auswählen, dessen Innenraum eine größere Grundfläche aufweist. Wenn Sie einen Doppelanhänger haben, nehmen Sie am besten einfach die Trennwand heraus, um den Platzbedarf zu erhöhen.

Was Sie tun sollten, wenn das Pferd sich verweigert

Natürlich gibt es auch Pferde, die sich dem Training komplett verweigern. Wenn es nach einiger längeren Zeit des Wartens immer noch nicht in den Anhänger einsteigt, probieren Sie es an den darauffolgenden Tagen immer wieder Schritt für Schritt. Wichtig ist, dass das Tier lange genug die Gelegenheit erhält, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen, sodass die Angst nachlässt. Damit dies der Fall ist, sollten Sie für das Verladetraining viel Zeit einplanen und darauf achten, keinen Stress zu haben. Pferde sind sehr feinfühlig und merken dies sofort.

 

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