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Was tun, damit die Pferdetränke nicht einfriert?

Regelmäßig im Winter stehen viele Pferdebesitzer vor dem Problem, dass die Tränke auf der Weide – oder bei sehr eisigen Temperaturen auch im Stall – einfriert. Hierdurch kann nicht nur die Pferdetränke kaputtgehen. Ein viel größeres Problem ergibt sich daraus, dass die Pferde nicht mehr ausreichend Wasser bekommen. Wie Sie verhindern, dass die Tränke einfriert, bzw. was Sie dagegen unternehmen können, wenn dies bereits geschehen ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was tun, damit die Pferdetränke nicht einfriert?

© Martina Berg / Fotolia

Frostsichere Isolierung für den Weidetank oder den Tank im Offenstall

Gerade auf der Weide oder im Paddock sind die Möglichkeiten, etwas gegen das Einfrieren des Wassers in der Tränke zu unternehmen, recht gering. Hier hilft es meist nur, einen Wassertank zu kaufen, der ausreichend gegen Kälte isoliert ist. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Pferdetränke problemlos auch eisigen Temperaturen standhält und kaufen Sie eine solche Tränke frühzeitig, denn durch die große Nachfrage im Winter kann es zu Lieferengpässen seitens der Händler kommen.

Alternativ können Sie, sofern es die örtlichen Gegebenheiten und Ihr Budget ermöglichen, eine kleine Heizung um die Tränke bauen. Entsprechende Rohrheizungen oder ein Heizband gibt es im Baumarkt zu kaufen. Achten Sie allerdings darauf, die Elektrik für das Tier unzugänglich zu verstauen, indem Sie alle Heizkabel beispielsweise mit einer zusätzlichen Isolierung versehen.

Heizbare Trinkschale für den Stall

Einfacher gestaltet sich die Problematik hinsichtlich der Stalltränken. Diesbezüglich werden heutzutage sehr gute, beheizbare Modelle angeboten. Diese garantieren, dass das in der Tränke befindliche Wasser nicht einfriert. Hierfür sorgt das integrierte Heizsystem. In kalten Wintern mit extremen Minustemperaturen kann es jedoch passieren, dass selbst die beste Heizung versagt. Sollte dies der Fall sein, füllen Sie am besten weniger Wasser in die Tränkebecken und schauen regelmäßig nach, ob das Tier noch ausreichend Vorrat hat. Kleinere Mengen können von der Tränkenheizung in der Regel ohne Probleme beheizt und somit frostsicher gehalten werden.

Die Heizleistung regulieren Sie bei derartigen Produkten über ein Thermostat.

Was tun, wenn die Zuleitung für die Weidetränke eingefroren ist?

Ehe das Wasser in die Pferdetränke gelangt, fließt es durch die entsprechende Zuleitung. Hierbei kann es sich wahlweise um einen Schlauch oder um ein Rohr handeln. Friert das Wasser innerhalb dieser Zuleitung ein, neigen viele Pferdebesitzer dazu, die Leitung auftauen zu wollen. Hierzu werden diverse Utensilien verwendet, sodass in extremen Fällen sogar Bunsenbrenner zum Einsatz kommen. Experten raten von einer solchen Vorgehensweise ab, denn eine Zuleitung besteht in der Regel aus verschiedenen Materialien. Entsprechend der physikalischen Gesetzmäßigkeiten reagieren diese unterschiedlich auf die Wärmezufuhr. Die meisten Materialien werden sich ausdehnen. Jedoch dehnen sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach unterschiedlich stark aus. So kann es zu einem Leck in der Leitung oder zum Wasserrohrbruch kommen. Dies gilt es unbedingt zu verhindern.

Um die Wasserleitungen zu dämmen und sie hierdurch Frostsicher zu machen, können Sie entsprechende Isoliermaterialien verwenden, wie Sie beispielsweise für Heizungsrohre angeboten werden. Isolieren Sie zudem den Wasserhahn, durch den die Tränke befüllt wird, denn auch dieser muss frostfrei bleiben, um den Pferden die täglich notwendige Wasseraufnahme zu ermöglichen.

 

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